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Hermès: Klassiker mit Sammlerwert und dem Legendenstatus einer Grace Kelly

Hermès: Klassiker mit Sammlerwert und dem Legendenstatus einer Grace Kelly

Kelly und Birkin

Hermès wurde bereits 1937 gegründet und ist bis heute für seine exklusiven Taschen, Koffer, Seidentücher und Lederwaren bekannt. Seit den 1980er-Jahren bietet das Haus auch eine eigene Prêt-à-porter-Linie an. Begonnen hat die Erfolgsgeschichte mit der Herstellung von Zaumzeug, doch das Aufkommen des Automobils zwang die Geschäftsinhaber, das Sortiment zu erweitern. Robert Dumas entwarf in den 1930er-Jahren eine kleine Reisetasche für Frauen, le Petit Sac Haut à Courroies, die zunächst wenig Erfolg hatte. Als jedoch 1956 Fürstin Gracia Patricia von Monaco eben diese Tasche auf dem Titelbild des Life-Magazins trug, avancierte sie zu einem der gefeiertsten Produkte des Hauses. Seither ist sie als Kelly Bag populär und aus keiner Sammlung von Hermès Second Hand wegzudenken. Mindestens ebenso beliebt ist die Birkin Bag, die das erste Mal 1986 in einer Kollektion des Modehauses zu sehen war. Jane Birkin hatte am Design der Tasche mitgearbeitet. Bis heute sind beide Modelle die Meistverkauften des Hauses und sie in zahlreichen Farben, Materialien und Größen zu haben. Bei den Taschen handelt es sich um Luxusgüter – eine Birkin ist je nach Ausführung ab einem Preis von 5.750 Euro erhältlich.

 

Carré Hermès – ein Seidentuch mit Tradition

Ein weiterer Bestandteil, der die Mode des französischen Modehauses zu dem macht, was es ist, sind die bedruckten Seidentücher. Sie werden seit 1937 hergestellt und in Lyon gefertigt. Ihr für Jahr kommen seither je zwölf neue Siedetücher hinzu, die zumeist mit Motiven des Reitsports verziert sind. Damit haben sie einen hohen Sammlerwert und Liebhaberinnen von Vintage Mode lieben es, ihre Kollektion von Seidenschals des Hauses zu vervollständigen. Alle Tücher werden von Hand bedruckt und bis heute gibt es mehr als 1000 Motive. Die Seidentücher sind groß in Mode und zeugen von Eleganz und Stilsicherheit. Besonders begehrt sind Hermès Second Hand Tücher, die seltene Prints zeigen und in einem sehr guten Zustand sind. Auch sie werden gern getragen oder als Sammlerstück aufbewahrt. Die modebewusste Sammlerin von heute trägt das Carré nicht nur um den Hals, sondern bindet es auf moderne Weise. Es kann als Gürtel in der Jeans getragen oder an der Handtasche befestigt werden. Das Modehaus hat sogar eine eigene Anleitung herausgebracht, die den Kundinnen erläutert, welche Tragevarianten möglich sind. Sie ist in Form eines Kartenspiels gestaltet. Ein ähnliches Ziel verfolgte die Kampagne »J’aime mon carré«, bei der überzeugte Trägerinnen des Tuchs aus Paris, London und Tokio in Form einer Modestrecke ihr Carré als Stirnband, Tasche oder Rock trugen. Ikonisch sind selbst die orangefarbenen Verpackungen, die in Form von Kartonagen, Einkaufstaschen und Hutschachteln die luxuriösen Kleidungsstücke, Tücher, Taschen und Hüte schützen. Das Logo zeigt eine Pferdekutsche namens Le Duc, die vom Fahrgast selbstständig gesteuert wird.

Die Prêt-à-porter-Linie des Modehauses

Nicht minder beliebt bei Liebhabern von Hermès Vintage ist die Prêt-à-porter-Linie des Hauses. Seit 1976 stellt Hermès Bekleidung für Herren her, während die Damenmode seit den 1980er-Jahren erhältlich ist. Wahre Fans des Luxuslabels sammeln die Vintage Mode und tragen die ikonischen Stücke der Kollektionen gerne zu den verschiedensten Anlässen. Einer der berühmtesten Chefdesigner ist Jean-Paul Gaultier, der ab 2004 für die Luxusmarke aktiv war. Ab 2011 war der ehemalige Lacoste-Designer Christophe Lemaire für die Entwürfe und Kreationen verantwortlich. Seit 2014 zeigt sich keine andere als die Französin Nadège Vanhee-Cybulski für die Kollektionen verantwortlich, die einst für Margiela, Céline und dem Label The Row der Olsen-Zwillinge tätig war. Egal, ob Kelly-Bag, Birkin-Bag, Carré oder die Prêt-à-porter-Kollektionen: Hermès Vintage ist bei Modebegeisterten auf der ganzen Welt begehrt, denn kaum ein anderes Modehaus steht so konsequent für Eleganz, Zeitlosigkeit und Stil, der dennoch stets am Puls der Zeit ist und immer wieder neu interpretiert wird.

 

(Fotos: NYgraphic / Shutterstock.com)

maria